veröffentlicht am 26.11.2023
Leider bleibt es nicht im Magen liegen, sondern lagert sich im Körper an und beschädigt nachhaltig das zentrale Nervensystem. Ein guter Grund daher Blei aus dem Trinkwasser zu verbannen, wie es in den letzten Jahren durch immer weiter sinkende Grenzwerte geschehen ist.
Seit Sommer 2023 gilt nun in der aktuellen Ausgabe der Trinkwasserverordnung ein weitgehendes Verbot zur Nutzung dieser Leitungen. Nach $17 Abs. 6 der TWVO sind wir als zugelassenes Installationsunternehmen sogar gesetzlich verpflichtet bei der Feststellung von noch im Betrieb befindlichen Leitungen dieses dem Gesundheitsamt mitzuteilen:
§17 - (6) Stellt ein Wasserversorgungsunternehmen oder ein Installationsunternehmen fest, dass in einer Wasserversorgungsanlage Trinkwasserleitungen oder Teilstücke von Trinkwasserleitungen aus dem Werkstoff Blei vorhanden sind, so hat es dies dem Gesundheitsamt unverzüglich schriftlich oder elektronisch anzuzeigen. Eine Anzeigepflicht nach Satz 1 besteht nicht, wenn das Vorhandensein von Trinkwasserleitungen oder Teilen davon aus dem Werkstoff Blei im Rahmen der Erfüllung eines Auftrags zu deren Stilllegung oder Entfernung festgestellt wir
Eine Bleileitung erkennt man durch die typische Verlegeart. Bleileitungen wurden nur als Rollenware verlegt und es gab üblicherweise keine Formstücke. Daher verlegte man das Rohr in weiten Bögen und nicht „winkelig abgebogen“. Zum Verbinden von Bleileitungen wurden die Enden trichterförmig aufgeweitet und dann verlötet. Abzweige wurden ebenfalls einfach nur mit einer dicken Lötnaht aufs Rohr gelötet.
Eine gute Anleitung zum erkennen von alten Bleileitung hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt erstellt
Achtung – dieses gilt nicht für Abflußrohre aus Blei ! Für diese gibt es keine Austauschpflichten – allerdings sind diese aufgrund der stärkeren Korrosion im Abwasser und dünneren Wandungen häufig Aufgrund von Undichtigkeiten bereits ausgewechselt worden.
weitere Infos zur Trinkwasserverordnung:
https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/